Tag des (zukünftig) offenen Denkmals

Allerhand los am 10.9. 2017 bei der inoffiziellen Teilnahme am Tag des offenen Denkmals. In den frisch geputzten Boxen des Schuppens gab es im Vorgriff auf die Ausstellung vom Oktober und November einige Tafeln des historischen Teils zu sehen.

Vom 15. Oktober bis 26. November zeigen wir dann die Ausstellung vom „Diesseits vom Jenseits“ und die komplette Ausstellung zur Geschichte der Dornhalde .

    

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„Tag des künftig offenen Denkmals“

Das denkmalgeschützte Garnisonsschützenhaus ist nach wie vor Eigentum der Stadt und in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen am Tag des offenen Denkmals, am 10. September 2017, nicht von innen zu besichtigen. Wir  werden von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr am Schuppen vor Ort sein und Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Hundebesitzer und alle Interessierten über die Geschichte dieses Ortes und die Ziele des Vereins informieren. Es findet sozusagen ein „Tag des künftig offenen Denkmals“ statt.

Wer an diesem Tag keine Zeit hat, auf die Dornhalde zu kommen, kann über die Website www.garnisonsschuetzenhaus.de die Broschüre zur Historie des denkmalgeschützten Gebäudeensembles bestellen.

Der Verein hat vom Gemeinderat für den Schuppen ein Zwischennutzungsrecht bis Ende des Jahres erhalten. Von 15.10. bis 26.11. wird dort die Ausstellung „Diesseits vom Jenseits“ zu sehen sein, sie bietet in der Zeit der Totengedenktage eine Plattform, um sich mit den Themen Erinnerung, Trauer und Abschiedskultur auseinanderzusetzen. Eine der neun Ausstellungsboxen ist der Geschichte des Geländes Dornhalde und dem Verein gewidmet.

Im Herbst wird der Gemeinderat über das Sanierungs- und Finanzierungskonzept für das Gebäudeensemble entscheiden.

Stadtmuseum trifft Garnisonsschützenhaus

Dr. Torben Giese

Keine Mühe scheute der Direktor des künftigen Stadtmuseums, Dr. Torben Giese, am letzten Augusttag im strömenden Regen zum Garnisonsschützenhaus auf der Dornhalde zu gelangen. Er wählte den klassischen Weg mit der Seilbahn und dann zu Fuß zum Dornhaldenfriedhof. „Das ist ja ein Kleinod“, sagte er, als er am Garnisonsschützenhaus angekommen war, „dieser Ort muss unbedingt für die Öffentlichkeit erhalten werden!“

 

Dr. Torben Giese mit Karin Roßnagel (links) und Maike Sander

Mit den Vereinsvorständen Karin Roßnagel und Reinhard Schmidhäuser sowie Ausstellungsorganisatorin Maike Sander tauschte er sich darüber aus, wie ein denkmalgeschützter Ort „funktionieren“ kann.

Thema war auch, wie das Stadtmuseum die ab 15. Oktober zu sehende Ausstellung über Trauerkultur „Diesseits vom Jenseits“ mit Bildern und Textquellen unterstützen könnte. „Ein perfektes Thema für diesen Ort“, sagte Dr. Giese.

 

Die Vorbereitung unserer Ausstellung hat begonnen!

Der alte Geräteschuppen am Garnisonsschützenhaus aus dem Jahr 1898 steht nicht unter Denkmalschutz. Das gibt uns die Möglichkeit, nach dem Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen die geplante künftige Nutzung für dieses interessante Gebäude interimsweise auszuprobieren. Zusammen mit dem Projektpartner Meinlebenlang* bereiten wir eine Ausstellung vor mit dem Arbeitstitel „Diesseits vom Jenseits. Eine Ausstellung am Garnisonsschützenhaus über Leben und Tod“. Geplant ist, die Ausstellung unter der Woche für Schulklassen zu öffnen und am Wochenende für die Passanten und Spaziergänger.

Dauern soll sie vom 15. Oktober bis zum Totensonntag, 26. November 2017.

 

Ein weiterer Schritt

Der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen gibt dem Verein die Chance bis zum 31.12.2017 zusammen mit der Neuen Arbeit ein Sanierungs- und Nutzungskonzept zu entwicklen und einen Kostenplan aufzustellen.

Außerdem dürfen wir interimsweise den Schuppen und den Garten nutzen.

Das Amt für Ligenschaften und Wohnen hat uns nun über die Beschlüsse des Ausschusses vom 30.06.017 informiert.

Zwei Geheimnisse

Geheimnis 1: Falls Sie sich wundern, dass Sie hier nichts über die Beschlüsse des Wirtschaftausschusses (WA) vom 30.6.2017 lesen können, das liegt daran, dass wir auch nichts wissen.
Der WA tagt so vertraulich, dass auch die Betroffenen nicht informiert werden. Die Verwaltung will uns frühestens Ende Juli informiert.

Übrigens die Vorgespräche zu den Hauhaltsberatungen haben in den meisten Fraktionen schon begonnen. Beim Haushalt geht es auch um Ausgaben für das Garnisonsschützenhaus.

Geheimnis 2: Die Verwaltung weigert sich auch uns mitzuteilen, weshalb das Garnisonsschützenhaus verpackt ist.

Auf den Spuren von Christo

Das Garnisons-schützenhaus wird verhüllt. Ein Lattenzaum steht vor dem Haus und große Teile der Fassade sind mit Maschendrahtzaun verkleidet.

Liebevoll sind die Wetterfahne und die Uhr eingehüllt. Die Uhr wurde dabei verstellt, sie zeigt jetzt 5 vor 12 (!) oder 10 nach 12.
Eher 5 vor 12, denn am 30.06.2017 befasst sich der Wirtschaftsausschuss wieder mit dem Ensemble.

Das Kunstwerk ist noch nicht fertig. Vor dem Haus liegen noch Hölzer. Das Wachhaus und der Schuppen wollen auch noch verhüllt werden.

Warum das Ganze? Einen ersichtlichen Grund gibt es nicht. Die Gebäude stehen zwar seit 2009 leer, sind aber bis auf einige Schwachstellen in ziemlich guten Zustand. Das Liegenschaftsamt kümmert sich im Übrigen regelmäßig um die Gebäude und die zahlreichen Spaziergänger melden sich bei der Stadt, wenn ihnen etwas auffällt.

Informationsveranstaltung: Wie geht es weiter mit dem Garnisonsschützenhaus?

GSH-Flyer_170412aktAm 24. April 2017

im Alten Feuerwehrhaus in Heslach, Möhringer Str. 56, 70199 Stuttgart

Beginn: 18: 30 Uhr

Wir wollen über den aktuellen Stand der Diskussion informieren, zwei ganz konkrete Nutzungs-möglichkeiten vorstellen, über den Stand unserer Forschungen zur Geschichte berichten und einen Blick in die Zukunft wagen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

 

Programm

  • Zum aktuellen Entwicklungstand, Reinhard Schmidhäuser
  • Zur Geschichte des Schießplatzes, Bertram Maurer
  • Der Schuppen als Ausstellungsfläche, Maike Sander (meinlebenlang)/ Tina Kammer (InteriorPark)
  • Das Wachhaus als Wald-Kita, Krishna Saraswati / Daniel Fels (Waldorfkinderkrippe Avalon)
  • Der Friedhof als „Park der Stille“, Thomas Schneider Graf

Gästeführerinnen informieren sich über das Garnisonsschützenhaus

Foto Christine Lehmann

Zehn Gästeführerinnen der Stuttgart-Marketing haben heute einen Blick in das Garnisonsschützenhaus geworfen und sich über die Geschichte und Zukunft des Geländes informiert. Eine höchst interessierte Gruppe.

Bei etlichen Führungen der Stadt liegt das Garnisonsschützenhaus am Weg und stößt immer auf großes Interesse der Teilnehmer.

 

 

 

Gaststätte „Schießbahn“

Gastronomie auf der Dornhalde von 1897 bis 1962

Aktualisierter Stand unserer Recherchen

  • Das Garnisonsschützenhaus wurde 1893 gebaut. Im Erdgeschoss befand sich eine Kantine. Auf der Ansichtskarte von 1897 steht der Name des ersten Kantinenpächters: Leopold Gruber. Dass er damals Kantinenpächter war, ist auch verbürgt durch einen Prozess, den das evangelische Degerloch mit dem katholischen Gruber um den „Messnerlaib“ führte. Gruber bekam vom Verwaltungsgerichtshof Recht, weil man von einem Katholiken keine evangelische Kirchensteuer verlangen könne.

garnisonsschuetzenhaus2Ansichtskarte vor 1897

  • Ab 1909 (vielleicht aber auch schon früher) übernahm Johannes Marquardt die Kantine. 1908 wurde Degerloch zu Stuttgart eingemeindet. 1909 taucht auch die Dornhalde im Stuttgarter Adressbuch auf.
  • 1921 oder 1922 (1921 gab es kein Adressbuch) übernahm Klemens Schmidt die Kantine für kurze Zeit. Nach seinem Tod übernahm seine Frau Maria die Kantine.
  • Von 1929 bis 1954 war Gustav Mayer Kantinenwirt. Ab 1948 wird die Kantine als Gaststätte „Schießbahn“ geführt.
  • Nach dem Tod von Gustav Mayer am 15. Juni 1954 übernahm seine Witwe Helene die Gaststätte und führte sie zumindest bis 1962 weiter.
  • In den folgenden Jahren taucht die Gaststätte nicht mehr in den Adressbüchern auf, allerdings erzählen ältere Anwohner, dass auch in den folgenden Jahren das Garnisonsschützenhaus noch gastronomisch genutzt wurde.

Karin Rossnagel und Bertram Maurer