Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ gegründet

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Foto: Lightsniper (www.lightsniper.de)

Wo können wir uns dem Alltag entziehen und entschleunigen? Wie kommen wir zur Ruhe und schöpfen neue Energie? Welche Bedeutung hat Stille in unseren Leben? Der Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ möchte einen öffentlichen Raum schaffen, der in unterschiedlichen Lebenssituationen Innehalten, Besinnung und Einkehr ermöglicht. Der Wandel von der Unruhe zur Ruhe, der das Garnisonsschützenhaus prägt, soll zur Erfahrung und Inspiration der Gäste werden.

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble aus dem Jahre 1880 bzw. 1893/94 liegt mitten in einem Landschaftsschutzgebiet am Dornhaldenfriedhof zwischen den Stadtteilen Degerloch, Sonnenberg und Heslach. Es besteht aus Garnisonsschützenhaus, Wach- und Wohnhaus, Geräteschuppen und Garten. Die Stadt Stuttgart ist Grundstückseigentümer, seit dem Jahr 2011 stehen die Gebäude bedauerlicherweise leer.

Das Gebäudeensemble ist einer der wenigen architektonischen Zeitzeugen der Stadtgeschichte Stuttgarts im 19. und 20. Jahrhundert – von der militärischen Schießplatz-Nutzung der Königlichen Garnison Stuttgart über Hinrichtungen während des Dritten Reiches bis zur Entstehung des Dornhaldenfriedhofs und der letzten Ruhestätte der RAF-Terroristen Baader, Ensslin und Raspe.

Am 24. Oktober 2016 hat sich aus der Initiative nun ein Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ gegründet, um das Kulturdenkmal zu erhalten, für die Öffentlichkeit nutzbar machen und als „Haus der Stille“ zu beleben. Mehr Infos zu dem Verein finden Sie hier.

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Führung der Schwabenlandfilm zum Drehort des Films „Dolores“

Am 19.11.2016 veranstaltete Schwabenlandfilm eine Bustour zu den Drehorten des Films „Dolores“. Der Hauptdarsteller Udo Schenk war auch dabei und berichtete über die Dreharbeiten. Teile des Films wurden im und vor dem Wachhaus auf dem Garnisonsschützenhausgelände gedreht. Die Gruppe wurde vom Verein am Schützenhaus begrüßt und über die Geschichte und angestrebte Zukunft des Geländes informiert.

Bilder Dr. Christine Lehmann

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Mitglied werden

Wir benötigen Ihre Unterstützung. Sie können im Verein mitarbeiten, uns fördern oder spenden. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit liegt noch nicht vor, ist aber demnächst zu erwarten. Das Vereinskonto werden wir sofort nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit eröffnen.

Vorstand

Die Gründungsversammlung am 24.10.2016 hat den Gesamtvorstand gewählt:

  • Reinhard Schmidhäuser (1. Vorsitzender)
  • Dr. Bertram Maurer (2. Vorsitzender)
  • Doris Berger (Kassiererin)
  • Dr. Nadine Holzapfel (Schriftführerin)

Beisitzer:

  • Karin Rossnagel
  • Thomas Schneider-Graf
  • Johannes Bücheler
  • Fedora Weber

Satzung

Am 24.10.2016 wurde der Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ gegründet. Er wird die umfangreiche Arbeit weiterführen, die die Initiative in den letzten zweieinhalb Jahren geleistet hat.

Vom Finanzamt wird zurzeit geprüft, ob die Satzung die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit erfüllt, daher veröffentlich wir hier im Augenblick nur die Präambel.

Präambel des Vereins „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille e.V.“

Der Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille e.V.“ setzt die Arbeit der Initiative „Garnisonsschützenhaus – Haus der Stille“ fort. Durch die Erhaltung und öffentliche Nutzung des Geländes auf der Dornhalde in Degerloch soll eine Kultur der Stille, der Verständigung und des Wandels in der Gesellschaft gefördert werden.

Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger verschiedenen Alters aus allen Stadtteilen, insbesondere der Stadtteile Degerloch, Möhringen, Sonnenberg und Stuttgart-Süd begegnen sich auf dem öffentlich zugänglichen Gelände.

Trauergesellschaften, Vereinen, Initiativen, Firmen, Wissenschaftlern und Künstlern kann ein Raum für Begegnung und Gespräche zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Erhaltung der historischen Gebäude wird das stadthistorische Bewusstsein in Stuttgart gefördert, durch die besondere Lage des Geländes das Verständnis für Natur- und Landschaftsschutz geweckt.

Mit der Gründung des Vereins „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille e.V.“ wird eine gemeinnützige Rechtsform geschaffen, um verbindlich mit der Landeshauptstadt Stuttgart als Eigentümerin des Geländes zusammenzuarbeiten sowie mit anderen Organisationen zu kooperieren, die ähnliche Ziele verfolgen. Der Verein handelt auf der Grundlage eines humanistischen Menschenbilds und vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie parteipolitischer Neutralität.

 

Team der Initiative & Staffelübergabe

Die Initiative für das Garnisonsschützenhaus hat sich im März 2014 gebildet als Netzwerk aus Journalisten, Kreativen, Historikern, Ökologen und Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Stadtbild von Stuttgart interessieren und sich in die Stadtentwicklung einbringen möchten. Die Vorarbeit der Initiative wird durch den Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ weitergeführt, der sich am 24. Oktober 2016 gegründet hat. Während die Initative eher ein offenes Netzwerk war, kann der Verein nun in einem verbindlichen Rechtsrahmen die Arbeit weiterführen. Vielen Dank an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den Jahren 2014, 2015 und 2016!

Politisches Verfahren – Zusammenfassung

Die Initiative für das Garnisonsschützenhaus hat von der Stadt Stuttgart eine bis Ende  2016 befristete Option für beide Gebäude (Erbbau / Erbpacht) erhalten. Bis dahin sollen weitere Projektschritte geklärt sein.

Die Stadt Stuttgart ist Eigentümerin des Garnisonsschützenhauses und der Nebengebäude (Auf der Dornhalde 1 & 1a) und beabsichtigte die Grundstücke mit den Gebäuden verkaufen. Für das Garnisonsschützenhaus (1a) führte das Liegenschaftsamt Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Das Gebäude „Auf der Dornhalde 1“ sollte getrennt davon öffentlich zum Verkauf zum Zwecke der Wohnnutzung ausgeschrieben werden.

Die Initiative für das Garnisonsschützenhaus hat sich am 24. März 2014 mit einem Offenen Brief an die Stadt Stuttgart gewandt und Bürgerinnen und Bürger eingeladen, diesen mit zu unterzeichnen und ihre Ideen einzubringen. Infolgedessen ist eine öffentliche Diskussion in der Stadt entstanden, das Garnisonsschützenhaus wurde mehrfach im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen behandelt. Mitte Juli 2014 wurde die Initiative erfreulicherweise informiert, dass sie sich bis Ende August 2014 mit einem Konzept für das Garnisonsschützenhaus bewerben kann. Diese Chance haben wir genutzt und das Konzept „Garnisonsschützenhaus – Haus der Stille eG“ eingereicht. Im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen erhielten wir Anfang Februar 2015 dann die befristete Option bis Ende Juli 2015. Nach Einreichung einer kompletten Bauvoranfrage wurde die Frist verlängert bis Mitte Juni 2016. Da die Bauvorbescheid erst Mitte Mai 2016 abgestimmt war, wurde die Frist erneut bis Ende 2016 verlängert.

Ablauf:

Tag des offenen Denkmals – Fotos

Vielen Dank an Dieter Raith für die tollen Fotos!

Schlangen vor dem Daimler-Turm (Uwe Roth, SWP, 12.09.16)

„Der Tag des offenen Denkmals ist eine Gelegenheit, hinter ansonsten verschlossenen Türen zu blicken. In Stuttgart ergaben sich dabei seltene Einblicke.“

Lesen Sie weiter in der Südwest Presse.

Infoabend und Staffelübergabe (10.10.16)

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Wir haben am 10. Oktober 2016 ab 19 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen zu einem Infoabend zum Garnisonsschützenhaus. Am Ende des Abends haben sich ca. 20 Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen, um bis Ende Oktober 2016 den Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ zu gründen und damit das Projekt in eine neue Struktur zu überführen. Die Staffelübergabe für die nächste Projektphase ist gelungen, der Abend war mit ca. 50 Teilnehmern ein großer Erfolg. Vielen Dank an alle engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die Zeit und Lust haben sich für ein besonderes Kulturdenkmal in Stuttgart zu engagieren. Interessenten für einen Vereinsbeitritt können sich gerne unter verein@garnisonsschuetzenhaus.de melden. Mehr Infos in den nächsten Tagen.

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Exklusive Einblicke in Stuttgarts Kulturerbe (StZ, 11.09.16)

„Am 11. September haben Besucher die Chance, hinter sonst verschlossene Türen zu blicken und die Denkmäler in ihrer Umgebung hautnah kennenzulernen. Wir verraten Ihnen einige Highlights in Stuttgart.“

Lesen Sie weiter in der Stuttgarter Zeitung.