Bürgergenossenschaft

Die Initiative für das Garnisonsschützenhaus hatte ursprünglich das Ziel, eine Genossenschaft zu gründen. Der Betrieb sollte durch Vermietungen für Veranstaltungen und Ausstellungen, Cafébetrieb und Stipendien-Kooperationen kostendeckend sein. Die Genossenschaft hätte das Grundstück in Erbpacht übernommen, was einem zeitlich beschränkten Erwerb gleichzusetzen ist, und die Stadt Stuttgart hätte keinerlei Kosten mit der Gebäudesanierung gehabt.

Warum haben wir als Verein diese Idee nicht weiter verfolgt?

Den letzten Ausschlag gab, dass das Finanzamt uns nicht oder nur nach langen Verhandlungen die Gemeinnützigkeit bestätigt hätte. Eine Genossenschaft ist ein Wirtschaftsbetrieb, der schwarze Zahlen schreiben muss. Durch die Einschränkungen, die im Bauvorbescheid enthalten sind, wurde jedoch spätestens deutlich, dass an diesem Ort ein Wirtschaftsbetrieb nicht funktionieren kann. Letztlich gab es auch niemanden, der als „Unternehmer“ wirtschaftliche Verantwortung übernommen hätte. Zu viele hatten davon abgeraten. Als gemeinnütziger Verein wollen wir ebenfalls einen Teil der Mittel für die Sanierung und die laufende Instandhaltung der Gebäude von Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern einwerben, aber nicht als geliehenes Geld, also Genossenschaftsanteile, sondern als Spenden. Wer sich am Erhalt der Gebäude beteiligen möchte, kann seine Spende von der Steuer absetzen. Und das Garnisonsschützenhaus wäre auf diesem Wege zumindest teilweise ein bürgerfinanziertes Projekt.

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