Der Friedhof auf dem früheren Schießplatz

Lesen Sie weiter in den Stuttgarter Nachrichten.

Advertisements

Die Vorbereitung unserer Ausstellung hat begonnen!

Der alte Geräteschuppen am Garnisonsschützenhaus aus dem Jahr 1898 steht nicht unter Denkmalschutz. Das gibt uns die Möglichkeit, nach dem Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen die geplante künftige Nutzung für dieses interessante Gebäude interimsweise auszuprobieren. Zusammen mit dem Projektpartner Meinlebenlang* bereiten wir eine Ausstellung vor mit dem Arbeitstitel „Diesseits vom Jenseits. Eine Ausstellung am Garnisonsschützenhaus über Leben und Tod“. Geplant ist, die Ausstellung unter der Woche für Schulklassen zu öffnen und am Wochenende für die Passanten und Spaziergänger.

Dauern soll sie vom 15. Oktober bis zum Totensonntag, 26. November 2017.

 

Ein weiterer Schritt

Der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen gibt dem Verein die Chance bis zum 31.12.2017 zusammen mit der Neuen Arbeit ein Sanierungs- und Nutzungskonzept zu entwicklen und einen Kostenplan aufzustellen.

Außerdem dürfen wir interimsweise den Schuppen und den Garten nutzen.

Das Amt für Ligenschaften und Wohnen hat uns nun über die Beschlüsse des Ausschusses vom 30.06.017 informiert.

Zwei Geheimnisse

Geheimnis 1: Falls Sie sich wundern, dass Sie hier nichts über die Beschlüsse des Wirtschaftausschusses (WA) vom 30.6.2017 lesen können, das liegt daran, dass wir auch nichts wissen.
Der WA tagt so vertraulich, dass auch die Betroffenen nicht informiert werden. Die Verwaltung will uns frühestens Ende Juli informiert.

Übrigens die Vorgespräche zu den Hauhaltsberatungen haben in den meisten Fraktionen schon begonnen. Beim Haushalt geht es auch um Ausgaben für das Garnisonsschützenhaus.

Geheimnis 2: Die Verwaltung weigert sich auch uns mitzuteilen, weshalb das Garnisonsschützenhaus verpackt ist.

Auf den Spuren von Christo

Das Garnisons-schützenhaus wird verhüllt. Ein Lattenzaum steht vor dem Haus und große Teile der Fassade sind mit Maschendrahtzaun verkleidet.

Liebevoll sind die Wetterfahne und die Uhr eingehüllt. Die Uhr wurde dabei verstellt, sie zeigt jetzt 5 vor 12 (!) oder 10 nach 12.
Eher 5 vor 12, denn am 30.06.2017 befasst sich der Wirtschaftsausschuss wieder mit dem Ensemble.

Das Kunstwerk ist noch nicht fertig. Vor dem Haus liegen noch Hölzer. Das Wachhaus und der Schuppen wollen auch noch verhüllt werden.

Warum das Ganze? Einen ersichtlichen Grund gibt es nicht. Die Gebäude stehen zwar seit 2009 leer, sind aber bis auf einige Schwachstellen in ziemlich guten Zustand. Das Liegenschaftsamt kümmert sich im Übrigen regelmäßig um die Gebäude und die zahlreichen Spaziergänger melden sich bei der Stadt, wenn ihnen etwas auffällt.

Garnisonsschützenhaus im Ortsgespräch von degerloch.info

Bericht über das Garnisonsschützenhaus in degerloch.info

Lesen Sie weiter in degerloch.info

Sehr interessant in dem Artikel sind die Stimmen aus Degerloch

* Brigitte Kunath-Scheffold, Bezirksvorsteherin von Degerloch:
„Ich schätze den ehrenamtlichen Einsatz des Vereins zur Erhaltung und Weiternutzung des Garnisonsschützenhauses sehr. Was die Entscheidung für die Zukunft des Gebäudes betrifft, vertraue ich auf den Gemeinderat.“
* Albert Raff, Degerlocher Ortshistoriker:
„Dass das Garnisonsschützenhaus erhalten werden muss, steht für mich außer Frage. In der Angelegenheit müsste die Stadt Stuttgart endlich Flagge zeigen und über ihren eigenen Schatten springen.“
* Beate Schiener, Stadträtin Die Grünen:
„Ich bin gegen einen Verkauf an Privatpersonen. Die Stadt sollte das Gebäude dem Verein ‚Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille‘ zuführen, damit es der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Zur Finanzierung könnte die von der Stadt verwaltete Stiftung für erhaltenswerte Gebäude beitragen.“
* Maria Hackl, Stadträtin SPD:
„Ich stehe dem Verein sehr wohlwollend gegenüber. Das Projekt ist aber aufgrund von Denkmalschutz, Landschaftsschutz und Finanzierung hochkomplex. Es gilt, dies mit einem stimmigen Nutzungskonzept in Einklang zu bringen. Auf jeden Fall ist es das Garnisonsschützenhaus wert, dass es erhalten wird.“
* Joachim Rudolf, Stadtrat CDU:
„Ich habe große Wertschätzung für den Verein und seine Initiative und Bemühungen. Ich sehe aber bei der Zielsetzung Probleme aufgrund der Tatsache, dass das Garnisonsschützenhaus verkehrstechnisch nicht angebunden ist.“

 

 

Informationsveranstaltung: Wie geht es weiter mit dem Garnisonsschützenhaus?

GSH-Flyer_170412aktAm 24. April 2017

im Alten Feuerwehrhaus in Heslach, Möhringer Str. 56, 70199 Stuttgart

Beginn: 18: 30 Uhr

Wir wollen über den aktuellen Stand der Diskussion informieren, zwei ganz konkrete Nutzungs-möglichkeiten vorstellen, über den Stand unserer Forschungen zur Geschichte berichten und einen Blick in die Zukunft wagen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

 

Programm

  • Zum aktuellen Entwicklungstand, Reinhard Schmidhäuser
  • Zur Geschichte des Schießplatzes, Bertram Maurer
  • Der Schuppen als Ausstellungsfläche, Maike Sander (meinlebenlang)/ Tina Kammer (InteriorPark)
  • Das Wachhaus als Wald-Kita, Krishna Saraswati / Daniel Fels (Waldorfkinderkrippe Avalon)
  • Der Friedhof als „Park der Stille“, Thomas Schneider Graf

Die Entscheidung liegt beim Gemeinderat (Wolfgang Kress, Süd-Blättle, März 2017)

„Die Entscheidung liegt wieder beim Gemeinderat: Wie geht es weiter mit dem Garnisonsschützenhaus“

Lesen Sie mit freundlicher Genehmigung des Süd-Blättle (Verlag Hans Rigotti) und des Autors Wolfgang Kress den kompletten Artikel als PDF.