Erinnerung an die Opfer der NS-Diktatur

Am 1. November 1944 wurde der Kirchenmusiker Ewald Huth auf der Dornhalde hingerichtet. Er hatte sich im privaten Rahmen abfällig über das NS-Regime geäußert und war denunziert worden. Eine solche Unrechtstat eines Staates wirkt lange nach, man kann sie nicht verdrängen. Eine Enkeltochter von Ewald Huth, Ulrike Kroneisen aus Villingen, hat im November 2021 zum ersten Mal den Ort der Erschießung ihres Großvaters besucht. Bertram Maurer hat sich mit ihr getroffen und gespürt, wie die Familie auch fast 80 Jahre danach noch unter dem Tod des Verwandten durch den Terrorstaat leidet. Der Besuch von Frau Kroneisen bestärkt uns als Verein darin, auch für die Angehörigen der Opfer einen Erinnerungsort auf der Dornhalde zu schaffen.

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1944 durch die Rote Armee. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland, seit 2005 auch bei den Vereinten Nationen offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Für den Verein Garnisonsschützenhaus ein Anlass, darüber nachzudenken, wie der Opfer des Nationalsozialismus auf der Dornhalde in Zukunft gedacht werden kann. Bertram Maurer ist mit anderen Initiativen in Baden-Württemberg im Gespräch. Durch einen Hinweis sind wir auf ein ehemaliges Militärgelände bei Leipzig gestoßen, das auch in der NS-Zeit Schauplatz von Exekutionen war. Ein Stein mit einer Tafel erinnert dort an die Opfer dieser Schreckenszeit. Link zum Auszug aus der Website des Heimatverein Burghausen e.V..

Wie denken Sie darüber? Wir freuen uns über Ideen und Vorschläge unserer Mitglieder und aller  Freund*innen der Dornhalde!