Volkstrauertag am Garnisonsschützenhaus

Eigentlich wollten wir an diesem herrlichen so gar nicht nach Trauer gestimmten Sonntag Garten und Ausstellung zum letzten Mal öffnen – die Pandemie zwingt uns und unsere Besucher leider zum Verzicht!

Also Aufräumen, Schuppen und Gebäude winterfest machen.

Karl Schmid stellt das Wasser ab, entleert die Leitungen und wir räumen unsere Sachen aus dem Schuppen ins trockenere Wachhaus. Die Schilder mit den Hölderlin-Versen werden aus dem Garten entfernt, eine Passantin will sich unbedingt zwei Zeilen aufschreiben.

Johanna Moltmann-Hermann und Cornelie Steidel haben am Samstag den Garten gerichtet – auch im November sieht er noch wunderschön aus. Vereinsmitglied Joachim Selinger kommt zufällig mit dem Fahrrad vorbei und fotographiert; die Ergebnisse seht Ihr auf dieser Seite!

Die Stadtführerin Alexandra Birkert holt ihre Jubiläumsplakate zu 250 Jahren Hegel und Hölderlin ab, die den Sommer über im Schuppen hingen, wie ja auch an verschiedenen Stellen in der Stadt. Ihr Mann will  sich über die Geschichte des Ortes informieren. Also Aufschließen der ersten Box mit Bertram Maurers Dauerausstellung.

Dann entsteht eine Szene, die schon viele von uns an solchen Tagen erlebt haben. Die Leute bleiben stehen, interessieren sich für die Gebäude, die Ausstellung und stellen dann wie immer dieselbe Frage: Was passiert mit den Gebäuden? Wie geht es weiter?

Leider wissen wir die Antwort nicht. Die Bauaufnahme ist erfolgt, die genauen Sanierungskosten sind ermittelt, der Gemeinderat kennt sie. Die Bürgerstiftung unterstützt unsere Absicht der künftigen Nutzung für Vereine, Gruppen und Bürger*innen.Vielleicht lässt sich der Gemeinderat von der Novembersonne und den schönen Fotos zu einem Beschluss animieren. Nie war der Naherholungsort Garnisonsschützenhaus und Dornhalde wichtiger als jetzt in Pandemiezeiten!

Reinhard Schmidhäuser