Klausurtag mit der Bürgerstiftung zur Zukunft des Garnisonsschützenhauses

Am 8. Februar kamen 48 Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Fachleute wie Stadtplaner, Historiker, Künstler, Bildungs- und Verwaltungsexperten im Alten Feuerwehrhaus in Heslach zusammen, um gemeinsam über die zukünftige Nutzung des Garnisonsschützenhauses zu beraten. Mit dabei waren die Bezirksvorsteherin von Degerloch, Frau Kunath-Scheffold, und der stellvertretenden Bezirksvorsteher von Stuttgart Süd, Herr Jaworek. Der Ablauf des Nachmittags wurde von Frau Armbruster und Frau Simon von der Bürgerstiftung geplant und moderiert, die insgesamt sieben Arbeitsgruppen vom Verein thematisch vorbereitet und von Vereinsvertretern geleitet.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Die Dornhalde als „Raum für Stille“ ist zwar für manche Menschen schwer zugänglich, gerade die Lage muss aber Richtschnur für die künftige Nutzung im Einklang mit Natur- und Landschaftsschutz und der Friedhofnähe gelten. Bereits die Wege zum Garnisonsschützenhaus und die Beschilderung sind Teil des künftigen Nutzungsprogramms. Ausstellungen in den Bereichen Geschichte, Natur und Besinnung sollen weiterhin stattfinden. “Themenpfade“  zu diesen Themen können die Besucher über das gesamte Gelände der Dornhalde führen. Die Hinrichtungsstätte während des Krieges auf dem heutigen Friedhof soll als Gedenkort sichtbar gemacht werden. Alle den Ort betreffenden Themen sollen künftig Kindern und Jugendlichen pädagogisch vermittelt werden, wobei das Erfahrungslernen einen Schwerpunkt bildet.

Das Café bildet zusammen mit dem Veranstaltungsraum den wichtigsten öffentlichen Ort im Gebäudeensemble. Es sollte ein liebevoll gestalteter, einladender Ort sein, der regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die künftigen Bewohner der Gebäude müssen mit dieser Öffentlichkeit des Ortes zurechtkommen und sollen dazu beitragen, dass das Garnisonsschützenhaus ein attraktiver öffentlicher Ort wird und bleibt. Sowohl Waldgarten wie Schaugarten am Weg, naturgerecht gepflegt, sind Teil des Erlebens als „Raum für Stille“

Der Prozess des Umbauens in den Jahren 2019 und 2020, insbesondere die Beachtung des Denkmalschutzes, soll nach außen sichtbar gemacht und den Bürgern erklärt werden. Mit dem Projekt ist auch in der Bauphase ein pädagogischer Anspruch verbunden.

Zwei Bedingungen für eine erfolgreiche Sanierung und Nutzung wurden immer wieder genannt:

  • Die Zusammenarbeit mit der Stadt muss nicht nur während der Umbauphase sondern auch danach gut funktionieren.
  • Das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement allein reicht nicht aus. Der künftige Betrieb muss von Hauptamtlichen mit gesteuert und begleitet werden.

Das Anliegen des Vereins und vieler Bürgerinnen und Bürger, das Garnisonsschützenhaus öffentlich nutzbar zu machen, wurde mit dem Klausurtag bestätigt und konkretisiert. Wir werden nun unsere Webseiten an die gewonnenen Erkenntnisse anpassen und die Arbeitsergebnisse in die laufende Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung einbringen.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern danken wir für ihre Mitarbeit!